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Aktuelle Vorträge & Workshops
Unterstützung autistischer, weiblich gelesener Personen in pädagogischen und psychosozialen Kontexten (inkl. Gespräch mit Selbstbetroffenen)
Workshop für Fachkräfte aus pädagogischen und psychosozialen Arbeitsfeldern
Autistische, weiblich gelesene Personen galten lange Zeit als „Minderheit in der Minderheit“. Obwohl diese Annahme heute zunehmend hinterfragt wird, sind die Folgen dieser historischen Unsichtbarkeit bis heute spürbar: Autismus bei weiblich gelesenen Personen bleibt häufig unerkannt, wird fehldiagnostiziert oder durch andere, oft unpassende Diagnosen erklärt. Viele Betroffene erleben zudem fehlende Anerkennung, Abwertung oder Pathologisierung ihres Erlebens.
Dieser Workshop widmet sich genau diesen Dynamiken – fachlich fundiert, praxisnah und aus einer explizit neurodiversitäts- und feministisch informierten Perspektive.
Zentrale Fragestellungen des Workshops:
- Wie hat sich die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Autismus bei weiblich gelesenen Personen entwickelt?
- Warum wurden autistische Mädchen* und Frauen* so lange übersehen – und werden es teilweise noch immer?
- Welche Folgen haben späte, falsche oder fehlende Diagnosen für Betroffene?
- Wie wird Autismus von weiblich sozialisierten Personen erlebt?
- Wie kann sich Autismus bei weiblich gelesenen Personen ausdrücken?
- Wie können Fachkräfte im pädagogischen und psychosozialen Alltag sensibel, wirksam und bedürfnisorientiert unterstützen?
Nach einem kurzen historischen und theoretischen Überblick beschäftigen wir uns mit Besonderheiten im Erleben, Verhalten und in den Lebensrealitäten weiblich gelesener Autist*innen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf häufigen Kookkurrenzen (Komorbiditäten) sowie auf der Frage, wie sich unterschiedliche Neurotypen in Kombination auswirken können.
Darauf aufbauend betrachten wir spezifische Bedürfnisse und diskutieren passende Unterstützungsansätze für unterschiedliche berufliche Kontexte. Dabei beziehen wir neben individuellen Lebensrealitäten auch gesellschaftliche Erwartungen an weiblich sozialisierte Personen sowie feministische Perspektiven ein.
Praxisorientierung und Austausch
Ein besonderer Fokus liegt auf der praktischen Anwendbarkeit:
Die kleine Gruppengröße (max. 10 Teilnehmende) ermöglicht einen persönlichen und geschützten Rahmen. Die Teilnehmenden sind eingeladen Bezüge zur eigenen beruflichen Praxis herzustellen, Fallbeispiele zu reflektieren, Erfahrungen einzubringen und neue Handlungsideen zu entwickeln.
Der Workshop wird durch eine zweistündige Diskussion mit zwei autistischen, weiblich gelesenen Selbstbetroffenen ergänzt. In diesem Rahmen haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen direkt an die Expert*innen – die Selbstbetroffenen zu richten.
Bitte beachtet, dass der Workshop sich mit den Lebensrealitäten von weiblich gelesenen Personen mit durchschnittlicher oder überdurchschnittlicher Intelligenz beschäftigt.
Ziele des Workshops
- Überblick über die historische Entwicklung des Autismusverständnisses mit Fokus auf weiblich gelesenen Personen
- Kritische Auseinandersetzung mit gängigen Diagnostikkriterien und deren Grenzen bei Mädchen* und Frauen*
- Sensibilisierung für häufige Kookkurrenzen (Komorbiditäten), z. B. ADHS, Angststörungen, Essstörungen, Depressionen, PDA
- Reflexion der individuellen und strukturellen Folgen fehlender oder falscher Diagnosen
- Kennenlernen von Besonderheiten, Bedürfnissen und Unterstützungsansätzen für autistische Mädchen* und Frauen*
- Weiterentwicklung eigener professioneller Haltungen und Handlungsmöglichkeiten
- Vertieftes Verständnis für weiblich sozialisierte autistische Lebensrealitäten durch direkten Austausch mit Selbstbetroffenen
Rahmenbedingungen:
Termine:
- Samstag, 10.10.2026 | 14:00–18:00 Uhr
- Sonntag, 11.10.2026 | 10:00–19:00 Uhr
- Samstag, 17.10.2026 | 14:00–17:00 Uhr
Die Termine können sich bei Bedarf ändern. In diesem Fall werden die Teilnehmenden rechtzeitig informiert. Kann ein Ersatztermin nicht wahrgenommen werden, erfolgt eine Kulanzlösung bzw. eine Refundierung.
Ort:
Zentrum neu:blick autismus
Wimbergergasse 25/1, 1070 Wien
Teilnehmendenzahl:
- Mindestanzahl: 8 Personen
- Maximalanzahl: 10 Personen
Kosten:
Gesamtkosten pro Person: 502 Euro
5 % der Einnahmen werden an den Verein im spektrum gespendet, der von Hristina Hristova und Kathi Runda ehrenamtlich unterstützt wird.
Kleine Verpflegung an den Seminartagen ist inkludiert.
Für Sonntag, den 11.10.2026, kann ein gemeinsames Mittagessen organisiert werden (Kosten dafür sind von den Teilnehmenden selbst zu tragen).
Am Ende des Workshops erhalten alle Teilnehmenden ein kleines Teilnahmegeschenk.
Die Anmeldung für den Workshop ist verbindlich. Die Kosten können auf Wunsch in zwei Teilrechnungen bezahlt werden. Eine Platzübertragung ist möglich.
Workshopleitung
Hristina Hristova:
Hristina arbeitet seit vielen Jahren mit autistischen Menschen in unterschiedlichen pädagogischen und psychosozialen Arbeitsfeldern. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der Arbeit mit autistischen Mädchen* und Frauen*. Sie leitet Sozialkompetenzgruppen mit ihrer Kollegin, bietet Einzelförderung an und begleitet autistische Frauen* in unterschiedlichen Lebensphasen.
Darüber hinaus setzt sie sich intensiv mit Themen der weiblichen Sozialisation, feministischen Perspektiven sowie körperlichen und hormonellen Aspekten auseinander.
Ihr Ansatz ist individuell, bedürfnis- und beziehungsorientiert und geprägt von einem tiefen Verständnis für neurodivergente Lebensrealitäten.
In diesem Workshop bringt sie ihre fachliche Perspektive ein und teilt praxisnahe Erfahrungen sowie konkrete Unterstützungsinstrumente für die Arbeit mit autistischen Mädchen* und Frauen*.
Timna Scholler:
Timna Scholler (29) queere AuDHS Person die seit 4 Jahren als Schulassistentin im Fachbereich Autismus arbeitet.
Währenddessen studiert sie im Unterrichtsfach inklusive Pädagogik, Germanistik und katholische Theologie auf der Universität Wien.
Dazu passend sind ihre Spezialinteressen Sprache, Literatur und Religion. Ihre Diagnosen hat sie erst spät im jungen Erwachsenenalter erhalten vor etwa 3 Jahren.
Seitdem versteht sie sich selbst besser und beschäftigt sich ausgiebig mit der internationalen Online Autismus Community.
Kathi Runda:
Kathi ist Mutter zweier Kinder und wurde erst im Erwachsenenalter gemeinsam mit ihrem Sohn diagnostiziert. Sie hat Psychologie studiert, ist heute aber selbstständig im IT-Bereich tätig.
Ihr sind verschiedene soziale und ethische Themen sehr wichtig. So engagiert sie sich unter anderem für selbstbestimmte Bildung, Tierschutz, Gleichberechtigung und Inklusion auf verschiedensten Ebenen und setzt sich für eine autismus-freundlichere Gesellschaft ein, in der jede Person sich so zeigen darf, wie sie ist. Dabei liegen ihr die Lebensrealitäten von Kindern und weiblich gelesen Personen ganz besonders am Herzen.
Orientierungs- & Praxisworkshop nach der Diagnose Autismus Spektrum. Workshop für Eltern, deren Kinder die Diagnose Autismus- Spektrum neu bekommen haben
Eine Autismus-Diagnose wirft viele Fragen auf.
Was bedeutet das konkret für unseren Alltag?
Was braucht mein Kind – und was brauchen wir als Familie?
Oft erhalten Eltern mit der Diagnose Autismus-Spektrum nur eine kurze Aufklärung über Verhaltensweisen, eine Vielzahl an Empfehlungen zu autismusspezifischen Fördermethoden – und anschließend lange Wartezeiten. Zu Hause bleiben viele Fragen offen und eine spürbare Unsicherheit zurück:
Was können wir jetzt tun?
Gleichzeitig finden sich online unzählige Informationen – von sehr ermutigenden Erfahrungsberichten über fragwürdige Therapieansätze bis hin zu verunsichernden, negativen Prognosen. Eine zentrale Frage bleibt dabei häufig unbeantwortet:
Wie geht es meinem Kind – und wie kann ich es im Alltag gut unterstützen?
Genau damit beschäftigen wir uns in diesem Workshop.
Dieser Workshop richtet sich an Eltern, die nach einer Autismus-Diagnose Orientierung suchen. Gemeinsam werfen wir einen praxisnahen Blick auf die Autismus- Diagnose, alltagstaugliche Unterstützungsansätze wie TEACCH, Unterstützte Kommunikation (UK) und strukturierende Hilfen – immer mit Fokus auf das individuelle Kind, die Familie und die vorhandenen Ressourcen.
Ziel des Workshops ist es, Sicherheit zu gewinnen, das eigene Kind besser zu verstehen und erste, machbare Schritte für den Alltag zu entwickeln – ohne Überforderung und ohne „richtig oder falsch“.
Ziele des Workshops:
Der Workshop unterstützt Eltern dabei, nach der Autismus-Diagnose Orientierung zu gewinnen, Sicherheit im Alltag zu entwickeln und ihr Kind besser zu verstehen.
- Verstehen: Was bedeutet Autismus eigentlich?
- Überblick über die Entwicklung des Autismusverständnisses
- Kritische Auseinandersetzung mit gängigen Diagnostikkriterien und deren Grenzen
- Einordnung und Auflösung häufiger Missverständnisse über Autismus
- Vertieftes Verständnis für Autismus als neurodivergente Wahrnehmungs- und Erlebensweise
- Verhalten verstehen statt bewerten
- Kennenlernen typischer Besonderheiten und Bedürfnisse autistischer Kinder
- Verhalten als Form von Kommunikation verstehen
- Warum bestimmte Verhaltensweisen entstehen – und was sie ausdrücken wollen
- Alltag konkret gestalten
- Kennenlernen alltagstauglicher Unterstützungsansätze nach dem TEACCH-Ansatz
- Wie Struktur, Visualisierung und Vorhersehbarkeit eingeführt werden können
- Warum manche Methoden oder Ideen im Alltag nicht funktionieren – und was stattdessen helfen könnte
- Umgang mit Situationen, in denen das Kind scheinbar „nichts machen will“ (z. B. bei PDA-Profilen)
- Kommunikation ermöglichen
- Einführung in die Unterstützte Kommunikation (UK)
- Warum Kommunikation mehr ist als gesprochene Sprache
- Wie Kommunikation im Alltag gestärkt werden kann – unabhängig vom Sprachniveau
- Das Kind im Kontext der Familie
- Unterstützungsmöglichkeiten für die gesamte Familie
- Entlastung im Alltag und Stärkung der elterlichen Rolle
- Sensibilisierung für häufige Komorbiditäten (z. B. ADHS, PDA, Sprachentwicklungsstörungen)
- Unterstützung über den Familienalltag hinaus
- Überblick über externe Unterstützungsangebote
- Informationen zu erhöhter Familienbeihilfe, Pflegegeld und weiteren Hilfsangeboten
- Einordnung von Projekten, Förderstellen und Beratungsangeboten
Bitte beachten Sie, dass dieser Workshop sich mit den Lebensrealitäten von Kindern bis 7 Jahre beschäftigt, die möglicherweise auch eine Sprach- bzw. kognitive Beeinträchtigung haben.
Während des Workshops gibt es die Möglichkeit, einige Beispiele der Teilnehmenden im Rahmen verschiedener Übungen zu besprechen. Der Workshop ersetzt jedoch keinesfalls eine personalisierte Beratung zu einzelnen Situationen, sondern vermittelt vielmehr allgemeine Instrumente und Ideen, um die eigenen Kinder zu unterstützen.
Rahmenbedingungen:
Termine:
- Samstag, 21.11.2026 | 14:00–18:00 Uhr (Hristina Hristova)
- Sonntag, 22.11.2026 | 10:00–19:00 Uhr (Hristina Hristova)
- Samstag, 12.12.2026 | 14:00–17:00 Uhr (Hristina Hristova)
- Sonntag, 13.12.2026 | 10:00–19:00 Uhr (Barbara Wagner)
Die Termine können sich bei Bedarf ändern. In diesem Fall werden die Teilnehmenden rechtzeitig informiert. Kann ein Ersatztermin nicht wahrgenommen werden, erfolgt eine Kulanzlösung bzw. eine Refundierung.
Ort:
Zentrum neu:blick autismus
Wimbergergasse 25/1, 1070 Wien
Teilnehmendenzahl:
- Mindestanzahl: 8 Personen
- Maximalanzahl: 10 Personen
Kosten:
Gesamtkosten pro Person: 592,50 Euro
Bei Erreichen der Mindestteilnehmendenzahl von 8 Personen wird ein Platz zu einem Sozialtarif von 296 Euro vergeben, um auch benachteiligten Familien die Teilnahme zu ermöglichen. Die Vergabe dieses Platzes erfolgt in Absprache mit Kolleg*innen.
Kleine Verpflegung an den Seminartagen ist inkludiert.
Für die Sonntage, den 22.11.2026 und 13.12.2026, kann ein gemeinsames Mittagessen organisiert werden (Kosten dafür sind von den Teilnehmenden selbst zu tragen).
Am Ende des Workshops erhalten alle Teilnehmenden ein kleines Teilnahmegeschenk.
Die Anmeldung für den Workshop ist verbindlich. Die Kosten können auf Wunsch in zwei oder drei Teilrechnungen bezahlt werden. Eine Platzübertragung ist möglich.
Workshopleitung:
Hristina Hristova:
Seit vielen Jahren begleitet Hristina autistische Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie deren Familien – sowohl im Einzel- als auch im Gruppen-Setting. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Elternbegleitung, der Entwicklung alltagstauglicher Unterstützungsstrategien und dem reflektierten Umgang mit Herausforderungen und Ressourcen im familiären Alltag und außerhalb den Fördersetting.
Hristina gestaltet zudem Workshops zu verschiedenen autismusbezogenen Themen. Sie ist aktiv in der Fachcommunity vernetzt, war Mitwirkende an Projekten mit Selbstbetroffene wie dem Autismus-Manual „Alles was du über Autismus wissen musst“ (im Rahmen des Projekts „Aut of The Box“) und arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung ihres Zugangs, der stark geprägt ist von neuroaffirmativen, beziehungs- und ressourcenorientierten Haltungen.
Im Zentrum ihrer Arbeit steht das Anliegen, autistische Menschen und ihre Familien zu stärken, Perspektiven zu erweitern und gemeinsam alltagspraktische Wege zu finden – immer mit Respekt für individuelle Bedürfnisse und Lebenswirklichkeiten.
Barbara H. Wagner:
Barbara ist Bildungswissenschaftlerin und Sozialarbeiterin mit Schwerpunkt auf der Arbeit mit Kindern und Familien im Autismus-Spektrum. Als Fachkraft für Unterstützte Kommunikation, das PDA-Profil und als Absolventin des TEACCH-Lehrgangs verfolgt sie einen pädagogisch-sozialarbeiterischen Ansatz, der Entwicklung und Verhalten im Zusammenhang mit individuellen Bedürfnissen, Erfahrungen und dem sozialen Umfeld versteht. Neben ihrer Tätigkeit in freier Praxis ist sie wissenschaftlich tätig und bereitet eine Promotion vor. Ziel ihrer Arbeit ist es, auf Grundlage eines lösungs- und ressourcenorientierten Verständnisses Familien im Fachbereich Autismus zu stärken, Handlungssicherheit zu fördern und gemeinsam passgenaue, alltagsnahe Lösungen zu entwickeln. Dabei verbindet sie fachliche Expertise mit erfahrungsbasiertem Verständnis aus eigener neurodivergenter Perspektive.
Sonderpädagogische Förderung nach dem TEACCH- Ansatz
Ein Raum für Vielfalt
Im Laufe der Jahre hat sich meine Herangehensweise an die Einzelförderung und Begleitung sehr entwickelt. Was geblieben ist, ist meine Überzeugung, dass jeder Mensch Zugang zu seinen ganz eigenen Stärken und Wegen verdient. Inklusion ist Menschenrecht!
Heute arbeite ich mit einer Mischung aus Fachwissen, Erfahrung, Offenheit, Literatur von und Austausch mit autistischen Personen. Der TEACCH-Ansatz bildet dabei eine wichtige Grundlage meiner Tätigkeit – ergänzt durch andere Methoden und eine sensible, personenzentrierte Haltung. Ich begleite autistische Kinder, Jugendliche und Erwachsene – unabhängig von Alter, Diagnose, kognitiven, motorischen, sprachlichen Fähigkeiten oder was auch immer.
Der TEACCH-Ansatz als Grundlage
Ein zentrales Fundament meiner Arbeit ist der TEACCH-Ansatz. TEACCH steht für „Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children“ (Behandlung und pädagogische Förderung autistischer und in ähnlicher Weise kommunikationsbeeinträchtigter Kinder) und ist eines den international anerkannten Ansätzen für Förderung und Unterstützung autistischer Menschen, unabhängig von Alter, intellektuellen, sprachlichen und motorischen Fähigkeiten. TEACCH wurde bereits in den 60er Jahren von Eric Schopler entwickelt und ist die Bezeichnung für das im Jahr 1972 von ihm gegründete staatliche Autismus- Programm in North Carolina, USA. Dank Anne Häußler (D) ist der TEACCH- Ansatz auch im deutschsprachigen Raum bekannt geworden und wird immer häufiger für die Förderung und Unterstützung autistischer Menschen verwendet.
Wichtig: Trotz der ursprünglichen Fokussierung auf „Children“ (Kinder) im Namen, richtet sich der TEACCH-Ansatz heute an Menschen jeden Alters – vom Kleinkind bis ins hohe Erwachsenenalter. Und genauso vielseitig ist mein Angebot gestaltet.
Grundprinzipien von dem TEACCH- Ansatz:
- Autismus erkennen und verstehen
- Individuelle (Förder-)Diagnostik als Basis für individuelle Förderung
- Ganzheitlichkeit und Integration verschiedener Methoden
- Structured TEACCHing (Strukturierung der Fördersituation und visuelle Informationen)
- Kognitive Psychologie und Lerntheorie
- Streben nach dem Optimum, nicht der Heilung
- Orientierung an den Stärken
- Langfristig angelegte Hilfen
- Partnerschaft mit Eltern, Erziehungsberechtigte Bezugspersonen und Fachkräften (Häußler, 2016)
Ich arbeite mit dem TEACCH-Ansatz nicht als starre Methode, sondern als lebendigen Werkzeugkasten, den ich mit Sensibilität, Erfahrung und Selbstreflexion fülle. Meine Arbeit ist beziehungsorientiert, alltagsnah und neurodiversitätssensibel.
Für wen ist mein Angebot gedacht?
Autistische Menschen selbst:
- (Klein-) Kinder, Jugendliche, Erwachsene
- Menschen mit oder ohne „offizielle“ Diagnose
- Auch nicht-sprechende, stark maskierende oder mehrfach diagnostizierte Personen
- Etc.
Eltern, Bezugspersonen, Angehörige:
- Eltern von autistischen Kindern und Jugendlichen
- auch Familien von nicht-sprechenden Kindern
- Angehörige von autistischen Erwachsenen
- Menschen, die Autismus besser verstehen und begleiten möchten
Fachpersonen und Teams:
- Pädagog*innen, Therapeut*innen, Assistenzen, Pflegepersonal, Teams
- Fachberatung, Begleitung im Berufsalltag mit autistischen Menschen
Was ich anbiete
- Einen sicheren Raum, in dem autistische Menschen ganz sich selbst sein dürfen
- Einen neuroaffirmativen, nicht pathologisierenden Zugang zu Autismus
- Wissen über Autismus und ein offenes Ohr für neues Wissen
- Sensibles, empathisches Zuhören und Tun
- Eine bedürfnis– und ressourcenorientierte Begleitung
- Entwicklung alltagstauglicher Strategien
Keine One-Size-Fits-All-Begleitung – alles ist individuell abgestimmt
Beispiele für Themen, die im Rahmen von TEACCH begleitet werden können - altersunabhängig und je nach Bedarf
- Alltagsbewältigung, Selbstständigkeit
- Kommunikation (verbal, nonverbal, Alternativen zur sprachlichen Kommunikation)
- Lern- und Arbeitsverhalten
- Kognitive Fähigkeiten & Fertigkeiten
- Fein- und grobmotorische Fähigkeiten
- Sensorische Integration
- Umgang mit herausforderndem Verhalten
- Raum- und Zeitorientierung
- Sensorische, emotionale, zeitliche und körperliche Selbst- und Fremdwahrnehmung
- Kindergarten – Schule – Arbeit – Freizeitgestaltung
- Ernährung und Routinen
- Gemeinsame Aktivitäten und Tagesstruktur
- Hygiene
- Sexualität
- Gefahrenbewusstsein
- Empfindlichkeiten
- etc.
Psychoedukation:
- „Was bedeutet Autismus für mich?“
- Wissen über Autismus und neurodivergente Identität
- Reflexion gesellschaftlicher Normen und Erwartungen
- Eigene Grenzen erkennen und respektieren
- Bedürfnisse erkennen und respektieren
- Ausarbeiten von Strategien
- etc.
Selbstbestimmung und Alltagspraxis:
- Selbstorganisation, Termine, Haushaltsführung
- Strukturierung und Visualisierung
- Autismusgerechte Arbeitsplatzgestaltung
- Wohnformen und Unterstützungsbedarf klären
- etc.
Soziale Themen:
- Gemeinsame Aktivitäten (z.B. Spielen)
- Beziehungen und Freundschaften: Bedürfnisse erkennen und ausdrücken
- Grenzen setzen, Nähe-Distanz-Bedürfnisse verstehen
- Masking: Warum, wann und wie damit umgehen?
- Kommunikation mit nicht-autistischen Menschen
- Kompromissen schließen, Bedürfnisse kommunizieren, Gespräche führen
- etc.
Selbstwert, Selbstwahrnehmung & Körperbezug:
- Stärken erkennen und leben
- Eigene Grenzen spüren, ausdrücken & schützen
- Selbstmotivation
- Stimming
- Entlastung
- Hygiene in Verbindung mit sensorischer Empfindlichkeit
- etc.
(Bei Bedarf) FLINTA-spezifische Themen:
- Menstruation und Zyklusregulation
- Weiblichkeit, Rollenbilder und Maskierungsdruck
- Identität und gesellschaftliche Zuschreibungen
- etc.
UND VIEL, VIEL MEHR!
Wie läuft die Begleitung ab?
Am Anfang steht ein Erstgespräch (ca. 50 Minuten, eventuell länger), in dem wir gemeinsam klären:
- Was ist dein Anliegen?
- Wo wird Unterstützung gebraucht?
- Passt mein Angebot zu Ihren Bedürfnissen?
Bei Kindern und Jugendlichen findet das Erstgespräch zunächst mit den Eltern und ohne das Kind oder Jugendliche statt. Danach folgt ein weiteres Treffen mit dem Kind oder Jugendlichen.
Wenn wir uns für eine Zusammenarbeit entscheiden, legen wir regelmäßige Termine fest. Bei Bedarf wird eine individuelle Förderdiagnostik (keine psychologische oder medizinische Diagnostik!) erfolgen, um einen persönlichen Förderplan zu entwickeln. Diese erfolgt je nach Bedarf in mehreren Sitzungen und wird in einem zweiten Gespräch mit den Erziehungsberechtigten besprochen. Der Bedarf nach Förderdiagnostik wird bei dem Erstgespräch geklärt.
In der laufenden Begleitung gilt: Wir arbeiten nach Plan, aber aktuelle Anliegen haben immer Vorrang!
Was ich NICHT anbiete
Ich bin keine Psychotherapeutin oder Ärztin – deshalb kann ich folgende Themen nicht behandeln:
- Psychotherapeutische Themen, z.B.:
- Depressionen, Ängste, Zwangsstörungen, Essstörungen, Traumafolgestörungen
- Psychiatrische Themen:
- Medikamentöse Behandlung (z. B. Antidepressiva)
Gerne unterstütze ich bei der Suche nach geeigneten Therapieangeboten oder bei der Abgrenzung zwischen pädagogischer und therapeutischer Begleitung.
Kosten
- Erstgespräch (50 Minuten): 100 Euro
- Reguläre Fördereinheit (50 Minuten): 100 Euro
- Längere Mails, Telefonate: 100 Euro / 50 Minuten
- Vernetzungsgespräche (50 Minuten): 100 Euro; 110 Euro bei Terminen außer Haus
Ausfallhonorar:
- Terminabsage bitte mindestens 24 Stunden vorher
- Bei kurzfristiger Absage (< 24h): 40 Euro Ausfallhonorar
- Nicht abgesagte, vollständig vergessene Termine: 100 Euro (volle Einheit)
Die Kosten werden aktuell nicht von der Krankenkasse übernommen, da keine medizinische oder psychotherapeutische Leistung erfolgt.
Zum Schluss:
Sie brauchen keine Diagnose, keine perfekten Worte und keine Rechtfertigung.
Sie dürfen Sie selbst sein – mit allem, was gerade ist.
Wenn Sie Fragen haben oder unsicher sind, ob mein Angebot zu Ihnen passt, melden Sie sich gerne. Ich freue mich!
Hristina Hristova, M.A.
Sonderpädagogische Förderung und Beratung nach dem TEACCH Ansatz
Quellen:
Häußler, Anne (2016): Der TEACCH Ansatz zur Förderung von Menschen mit Autismus: Einführung in Theorie und Praxis. 5., verbesserte und erweiterte Auflage. Dortmund: Verlag modernes lernen.
Coaching für neurodivergente Menschen
Ich arbeite mit Jugendlichen (ab ca. 10 Jahren) und Erwachsenen. Mein Angebot findet im Einzelsetting statt. Gemeinsam schauen wir, welche Anliegen es gibt, welche Ziele wir davon ableiten können und wie diese Ziele erreichbar werden. Meine Arbeit ist auf Ganzheitlichkeit ausgelegt und bezieht daher verschiedene Aspekte mit ein wie z.B. die Lebensumstände, Erfahrungen, Wünsche, Körperlichkeit, Stärken etc.. Und allem zugrunde liegt das Abwägen zwischen den Bedürfnissen: was will ich? Was kann ich? Was brauche ich? Was ist gut für mich? Das Abwägen körperlicher und psychischer Bedürfnisse ist in der Arbeit ein zentrales Thema und muss bei der Zielsetzung immer ausreichend berücksichtig werden.
Die Arbeit ist sehr individuell, aber ganz klassisch sind die Auseinandersetzungen mit folgenden Inhalten:
- Psychoedukation (Was ist Autismus? Aber auch: Was hat Autismus mit mir zu tun?)
- Art der Kommunikation (Unterschiede zwischen Neurotypischen und Neurodivergenten Menschen=> Inhalte, Gestik, Mimik, Stimmmodulation etc.; welche Aspekte sind hilfreich, welche haben eher Konfliktpotential?)
- Freundschaften
- Perspektivenübernahme (Wie, wann und warum soll ich mich in andere hineinversetzen?)
- Auseinandersetzung mit den eigenen Emotionen
- Organisation: Selbstorganisation und Handlungsplanung
- Regeln der Gesellschaft erkennen, verstehen, bewerten und die eigene Position dazu finden
- Flexibilität/Inflexibilität
- Entscheidungsfindung
- Stressmanagement
- Energiehaushalt
- Eigene Bedürfnisse erkennen und erfüllen
- Ressourcenarbeit
- Umgang mit sich selbst
- Masking
- Bestimmt, herausfordernde Situationen üben
- aktuelle Themen und deren Herausforderungen
- und noch vieles mehr
Dazu braucht es Kompetenzen und Skills – an denen wir arbeiten können, aber nicht zuletzt braucht es eine Menge Mut sich damit auseinanderzusetzen. Der erste Schritt ist gemacht, indem Sie auf dieser Homepage nach einem passenden Angebot für sich suchen!
Die Kosten für das Erstgespräch und weitere Termine finden Sie HIER.
Mag.a Sarah Krepp-Honeck
psychologische Beratung & Coaching
Beratung Für Angehörige, Freund*Innen, Unterstützer*Innen und Interessierte
Im Rahmen meiner Beratung biete ich Psychoedukation, Orientierung sowie verständliche Erklärungen zu „autismusspezifischen“ Verhaltensweisen und entwickle gemeinsam mit Ihnen individuelle Strategien für den Umgang damit. Die Begleitung von autistischen Menschen – sei es als Angehörige*r, Freund*in oder Vertrauensperson – bringt häufig vielfältige Herausforderungen mit sich. Je nach Tagesverfassung, Alter, Lebenssituation und weiteren Faktoren unterscheiden sich die passenden Unterstützungsformen teils erheblich. Eine passende Herangehensweise zu finden, ist daher nicht immer leicht. Ich stelle Ihnen mein Fachwissen zur Verfügung und entwickle mit Ihnen gemeinsam praktikable Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten.
Die Kosten für das Erstgespräch und weitere Termine finden Sie HIER.
Mag.a Sarah Krepp-Honeck
psychologische Beratung & Coaching
Sozialkompetenz-Gruppe
Zielgruppe
Kinder mit einer Autismus Spektrum Diagnose mit guten sprachlichen Kompetenzen; Wir arbeiten viel mit verbaler Kommunikation, daher ist es sinnvoll, wenn die Kinder Sprache auch funktional verwenden können (Sprachverständnis und Sprachproduktion). Alter: ca. 10–16 Jahre (die Kinder werden je nach Alter einer passenden Gruppe zugeteilt)
Sollten Sie unsicher sein, ob unsere Gruppe für Ihr Kind geeignet ist, schreiben Sie uns eine E-Mail und wir klären es kostenfrei.
Zielsetzung
Im Fokus dieses Gruppenangebots stehen der Erwerb und Ausbau (neuer) sozialer Fertigkeiten und die Anwendung dieser in der Gruppe. Dazu werden wir gemeinsam Themen erarbeiten, Spiele spielen, Spaß haben, diskutieren und ausprobieren. Wir werden einen wertschätzenden Umgang in der Gruppe fördern und leben. Wir wollen für die Teilnehmer*innen einen Raum schaffen, in dem sie sich wohlfühlen und in dem sie ihre sozialen Kompetenzen gemeinsam in der Gruppe erproben und üben können. Mit Hilfe kleinerer Hausaufgaben, soll auch das familiäre Gefüge und/oder bestehende Freundschaftsnetzwerk eingebunden werden, damit die erworbenen Fähigkeiten außerhalb der Gruppe getestet werden können. Das erlebte Feedback kann so auch in der Gruppe bearbeitet werden.
Erstes Treffen (Schnupperstunde)
Ein erstes Treffen findet an einem unverbindlichen Kennenlerntermin (Schnupperstunde) mit den Kindern statt. Ziel des Termins ist es zum einen herauszufinden, ob die Kinder gut „zusammenpassen“ und auch entsprechend von der Gruppe profitieren werden können, zum anderen sollen auch die Kinder die Möglichkeit bekommen sich selbst einen Eindruck über die Gruppe (und die dazugehörigen Abläufe) zu verschaffen. Nur so können auch die Kinder sinnvoll entscheiden, ob sie sich vorstellen können in diesem Rahmen Zeit miteinander zu verbringen. Die Einheit wird 50 Minuten dauern – diese Zeit dient der Beobachtung von Gruppendynamiken und hilft am Ende eine möglichst „produktive“ Gruppe zusammenzustellen. Daher ist dieses Treffen auch keine Garantie für die Teilnahme an der Gruppe. Wir sind bemüht, nach erfolgter Entscheidung, die Eltern und Erziehungsberechtigten umgehend über die (Nicht-)Teilnahme zu informieren. Gleichzeitig bitten wir darum, dass Sie uns informieren, ob Ihr Kind Interesse an der Teilnahme hat.
Erstgespräche
Erstgespräche dienen der genauen Erhebung folgender Themen: Diagnose, Interessen, Besonderheiten des Kindes, Anliegen. Des Weiteren werden wir gemeinsam individuelle Wünsche besprechen und Ziele definieren, die für das Kind wichtig sind. Das Erstgespräch wird 60 – 100 min dauern. Dieses findet ohne Kind statt.
Mögliche Themen der Gruppensitzungen
in Abhängigkeit der definierten Ziele und Wünsche der teilnehmenden Kinder:
- Gemeinsam Spaß haben
- Gemeinsam Pläne machen
- Komplimente/Kritik angebracht ausüben
- Körpersprache und Mimik
- Diskussionen respektvoll führen
- Kompromisse schließen
- Small Talk
- Körperhygiene
- Autismus und Ich
- Themen, die die Pubertät betreffen: Verliebtsein, Kontaktaufnahme etc.
- Alltagsfähigkeiten (Kochen, Putzen, Einkaufen, Zeitmanagement, etc.)
- Etc.
Unsere Räume
In unserem Zentrum neu:blick autismus stehen uns während der Gruppentermine insgesamt drei Räume zur Verfügung.
Der gemeinsame Gruppenraum ist der zentrale Ort für unsere Treffen. Doch wir wissen, wie wichtig Rückzugsmöglichkeiten sind – deshalb gibt es zusätzlich zwei weitere Räume, die den Kindern jederzeit offenstehen:
- ein kleinerer Raum mit Ohrensessel und Couch, ideal zum Zurückziehen, Entspannen oder einfach mal kurz durchatmen,
- sowie ein Bewegungsraum mit vielen Möglichkeiten zur Bewegung und Entspannung.
Ob ein Kind sich für einen Moment hinlegen möchte, im Sitzsack zur Ruhe kommen will oder einfach ein bisschen Energie im Bewegungsraum loswerden muss – alle Räume dürfen jederzeit genutzt werden, je nach individuellem Bedürfnis.
In den Pausen bewegen sich die Kinder meist ganz frei zwischen den drei Räumen und finden intuitiv den Ort, der ihnen gerade guttut.
Ablauf der Gruppeneinheit
Unsere Gruppentermine werden individuell gestaltet, wobei sich einige Elemente fast immer wiederfinden.
Wir starten mit einer Begrüßungsrunde:
Jedes Kind hat etwa fünf Minuten Zeit, um über die eigene Stimmung des Tages und Erlebnisse der letzten Wochen zu erzählen. Hier ist Raum für persönliche Themen, Interessen und Erfahrungen. Die volle Zeit muss dabei natürlich nicht ausgeschöpft werden – alles kann, nichts muss.
Anschließend widmen wir uns dem Thema des Tages – das kann durch eine praktische Übung, ein gemeinsames Gespräch oder das Erarbeiten von Informationen geschehen.
Darauf folgt eine Jausepause:
Die Kinder können neue Energie tanken, essen und sich ganz frei über alles Mögliche austauschen.
Im zweiten Teil des Treffens geht es meist mit dem Tagesthema weiter – manchmal in Form eines Spiels, manchmal mit einer kreativen oder kooperativen Aktivität. Manchmal wird ein themaunabhängiges Gemeinschaftsspiel gespielt.
Zum Abschluss jeder Einheit gibt es eine Feedback-Runde:
Die Kinder dürfen schriftlich Rückmeldung geben, erzählen, wie sie die Stunde erlebt haben, und Wünsche für kommende Termine äußern.
Besondere Highlights im Jahr:
- Im Wintersemester gestalten wir gemeinsam eine “Winterstunde”, die sich an den Wünschen der Kinder orientiert.
- Im Sommersemester steht ein gemeinsamer Ausflug an – das Ziel wird ebenfalls gemeinsam gewählt.
Elternabende und Informationen
Nach fast jedem Gruppentermin erhalten die Eltern einen kurzen Elternbrief, in dem wir zusammenfassen, was wir in der Einheit gemacht haben.
Zweimal pro Semester laden wir zu einem Elternabend ein.
An diesen Abenden geben wir einen Einblick in die Gruppenarbeit und zeigen Fotos, die während der Termine entstanden sind. Die Bilder werden in einer kleinen Präsentation aufbereitet, ergänzt durch einen Ausblick auf kommende Themen und Aktivitäten.
Zusätzlich erhalten Sie an diesen Abenden eine kurze Rückmeldung zu Ihrem Kind und dürfen einen Blick in die persönliche Mappe Ihres Kindes werfen. Diese Mappe, in der über das Schuljahr hinweg verschiedene Materialien gesammelt werden, darf am Ende des Jahres mit nach Hause genommen werden.
Teilnahmebedingungen und Absagen
Die Kompetenzgruppe ist als geschlossene Gruppe konzipiert. Die Termine werden als Ganzes gebucht. Die Teilnahme an einzelnen Terminen ist nicht vorgesehen. Termine sind 24 Stunden vorher abzusagen (Ausnahme: Krankheit). Eine Rückerstattung einzelner nicht besuchter Termine ist leider nicht möglich. Für verpasste Einheiten werden die Materialien zur Verfügung gestellt, so dass die Inhalte der Einheiten zu Hause bearbeitet werden können.
Zahlungsmodalitäten
Die Kosten des gesamten Zyklus betragen 1.090 Euro (Genaue Preisaufstellung und Termine erhalten Sie von der Kursleitung per Mail). Ein Zyklus entspricht einem Schulsemester und beinhaltet:
- 8 Gruppentermine mit den Kindern (jeweils 2 Stunden, 15:30–17:30 Uhr),
- alle zwei Wochen an einem fixen Wochentag (Mittwoch oder Freitag),
- 2 Elternabende (max. 90 Minuten),
- die Schnupperstunde und ein Erstgespräch.
Die Gruppeneinteilung erfolgt nach der Schnupperstunde. Während Schulferien und schulfreier Tage finden keine Termine statt.
Die Schnupperstunde von 30 Euro ist in jedem Fall zu zahlen, unabhängig davon, ob das Kind weiterhin den Zyklus besucht oder nicht. Für eine fixe Platzbuchung ist eine Anzahlung von 25% (272,50 Euro) vorab zu leisten. Die Anmeldung für den Zyklus ist verbindlich. Bei einem vorzeitigen Abbruch ist trotzdem der gesamte Kursbetrag zu bezahlen.
Ort
Zentrum neu:blick austismus
Wimbergergasse 25/1
1070 Wien
Weitere Telefonate / digitaler Austausch / Einzelgesprächen
Sollte im Zuge der Arbeit die Notwendigkeit von weiteren Elterngesprächen oder Vernetzungstreffen entstehen, sind diese mit 100 Euro/Einheit zu verrechnen.
Allgemeine Infos:
Alle Gruppen starten zu Beginn jedes Schulsemesters. Eine Weiterführung sowie ein Zwischeneinstieg bei Verfügbarkeit sind möglich. Die Termine zweier Gruppen finden mittwochs und eine freitags um 15:30 Uhr statt. Aktuell haben wir freie Plätze für Kinder zwischen 10 und 12 Jahren.
Gruppenleiterinnen
(wir leiten alle Gruppeneinheiten gemeinsam)
Hristina Hristova, M.A.
Sonderpädagogische Förderung und Beratung nach dem TEACCH Ansatz, langjährige Erfahrung in der Arbeit mit autistischen Jugendlichen und Kindern im Einzel-, Gruppen- und Schulsetting
E-Mail: hristina.hristova@neublickautismus.at
Mag.a Sarah Krepp-Honeck
Psychologin, Psychologische Beraterin, langjährige Erfahrung in der Arbeit mit autistischen Jugendlichen und Kindern im Einzel-, Gruppen- und Schulsetting
E-Mail: sarah.krepp-honeck@neublickautismus.at
Elterngruppe
Beschreibung
Wir bieten einen Rahmen und den Raum für Eltern, die autistische Kinder haben, sich unter professioneller Anleitung, untereinander auszutauschen, zu besprechen, neue Erkenntnisse zu gewinnen, neues Wissen zu erwerben, neue Perspektiven einzunehmen, sich in seiner Elternrolle wieder wohler fühlen zu können. Letztlich wollen wir ein Angebot schaffen, das Eltern stärkt, damit sie ihre Kinder bestmöglich unterstützen können.
Viele Eltern machen ähnliche Erfahrungen oder gänzlich andere, gemeinsam ist ihnen, dass sie aus einem reichen Repertoire aus Strategien schöpfen, die im Laufe der Jahre entwickelt wurden, um mit den alltäglichen Herausforderungen umzugehen- diese Strategien sind oftmals gar nicht bewusst und werden nicht als solche wahrgenommen. Der Austausch mit anderen Eltern und mit professionellen Beraterinnen, soll die Eltern daran erinnern, ihre eigenen Stärken wieder bewusst wahrzunehmen und ihre Kompetenz im Umgang mit den eigenen Kindern erweitern.
Ablauf
Beim ersten Termin erfolgt ein Kennenlernen (neuer Teilnehmer*innen), Abstimmung bzgl. der gemeinsamen Themen, sowie eine Sammlung an Wünsche und Erwartungen. Dies gibt uns die Möglichkeit, die darauffolgenden Termine entsprechend zu gestalten.
Jeder Termin wird einem der gesammelten Themen gewidmet, Erfahrungen werden gesammelt und Unterstützungsideen weitergegeben. Die Möglichkeit, dringende Themen zu besprechen, wird natürlich bei jeder Einheit gegeben sein.
Eine abschließende Feedbackrunde, soll ermöglichen, dass auch spontane Wünsche und Ideen der Teilnehmer*innen berücksichtigt werden und die Inhalte dementsprechend angepasst werden können. Somit bleiben wir flexibel bzgl. der Gestaltung und hoffen auf möglichst produktive Einheiten für alle Teilnehmer*innen.
Umfang
- 1 Termin pro Monat
- 10 Termine gesamt
- geschlossene Gruppe
- maximale Teilnehmer*innenanzahl: 10
- Preis pro Termin: 50 Euro
- Dauer eines Termins: 120 min
Preis
Da es im Alltag oftmals schwierig ist Termine zu koordinieren, wir aber dennoch den Wert einer geschlossenen Gruppe schätzen, bieten wir 2 mögliche Optionen an:
- Buchung des gesamten Zyklus mit 10 Terminen um 500 Euro
- Buchung von 8 Terminen (Gesamtpreis 400 Euro), mit der Möglichkeit, die weiteren 2 Termine wahlweise dazuzubuchen (je nach Zeit und finanziellen Ressourcen). So entsteht ein bisschen mehr Flexibilität für die Eltern und für uns dennoch planbare, geschlossene Gruppentermine.
Falls Termine nicht eingehalten werden können, wird es leider keine Möglichkeit der Refundierung geben.
Termine
19.11.2025, 18-20 Uhr
17.12.2025, 18-20 Uhr
21.01.2026, 18-20 Uhr
18.02.2026, 18-20 Uhr
18.03.2026, 18-20 Uhr
22.04.2026, 18-20 Uhr
20.05.2026, 18-20 Uhr
17.06.2026, 18-20 Uhr
Allgemeine Infos:
Wir haben freie Plätze, und ein Zwischeneinstieg ist jederzeit möglich. Die Gruppe wird im nächsten Jahr weitergeführt!
Gruppenleiterinnen
(wir leiten alle Gruppeneinheiten gemeinsam)
Hristina Hristova, M.A.
Sonderpädagogische Förderung und Beratung nach dem TEACCH Ansatz, langjährige Erfahrung in der Arbeit mit autistischen Jugendlichen und Kindern im Einzel-, Gruppen- und Schulsetting
E-Mail: hristina.hristova@neublickautismus.at
Mag.a Sarah Krepp-Honeck
Psychologin, Psychologische Beraterin, langjährige Erfahrung in der Arbeit mit autistischen Jugendlichen und Kindern im Einzel-, Gruppen- und Schulsetting
E-Mail: sarah.krepp-honeck@neublickautismus.at
Kunsttherapie im Einzelsetting
In meiner Arbeit geht es nicht darum, „richtig“ zu malen oder ein schönes Ergebnis zu schaffen, sondern darum, durch kreatives Gestalten Gefühle, Gedanken und innere Bilder sichtbar zu machen. Der künstlerische Prozess eröffnet neue Wege, mit sich selbst in Kontakt zu kommen, Selbstwirksamkeit zu erleben und Stärken zu entfalten.
Besonders wichtig ist mir ein wertschätzender und achtsamer Umgang mit der individuellen Wahrnehmungswelt meiner Klient*innen. Ich sehe Kunsttherapie als einen sicheren Raum, in dem Authentizität und Kreativität nicht nur erlaubt, sondern als wertvoll erlebt werden können.
Nina Labner
Kunsttherapie & begleitende Beratung
E-Mail: info@traumatelier.at
Entwicklungsförderung
Entwicklungsstark im Zentrum neu:blick autismus
Ich biete Eltern und ihren Kindern fachliche und liebevolle Begleitung bei gezielten Entwicklungsthemen durch Entwicklungsförderung, um Kinder nachhaltig in ihrer Entwicklung zu stärken.
Das pädagogische Einzel- und Gruppenangebot richtet sich an Kinder, die in einzelnen Entwicklungsbereichen noch unsicher sind, vorübergehend Unterstützung benötigen, sowie an Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten – besonders an Kinder im Autismus-Spektrum.
Michelle Shammas, M.A.
Entwicklungsförderung
E-Mail: kontakt@entwicklungsstark.at
Yoga & Meditation
Mein Angebot (neurodiversity-friendly)
- Hatha, Restorative & Yin Yoga
- Personal Training
- Meditation
Larissa Ticiana Groß
Yoga & Meditation
E-Mail: larissa@mybalancepoint.at
Vorträge & Workshops
Wir halten gerne Vorträge und organisieren Workshops zu verschiedenen autismusspezifischen Themen.
Inhalte und Gestaltung passen wir flexibel an Ihre Interessen, Anfragen und Wünsche an.
Sie können uns einzeln oder auch gemeinsam einladen – wir freuen uns in jedem Fall!
Bei Interesse melden Sie sich gerne bei uns.
Preis: nach Vereinbarung.
Aktuelle Vorträge & Workshops
Unterstützung autistischer, weiblich gelesener Personen in pädagogischen und psychosozialen Kontexten (inkl. Gespräch mit Selbstbetroffenen)
Workshop für Fachkräfte aus pädagogischen und psychosozialen Arbeitsfeldern
Autistische, weiblich gelesene Personen galten lange Zeit als „Minderheit in der Minderheit“. Obwohl diese Annahme heute zunehmend hinterfragt wird, sind die Folgen dieser historischen Unsichtbarkeit bis heute spürbar: Autismus bei weiblich gelesenen Personen bleibt häufig unerkannt, wird fehldiagnostiziert oder durch andere, oft unpassende Diagnosen erklärt. Viele Betroffene erleben zudem fehlende Anerkennung, Abwertung oder Pathologisierung ihres Erlebens.
Dieser Workshop widmet sich genau diesen Dynamiken – fachlich fundiert, praxisnah und aus einer explizit neurodiversitäts- und feministisch informierten Perspektive.
Zentrale Fragestellungen des Workshops:
- Wie hat sich die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Autismus bei weiblich gelesenen Personen entwickelt?
- Warum wurden autistische Mädchen* und Frauen* so lange übersehen – und werden es teilweise noch immer?
- Welche Folgen haben späte, falsche oder fehlende Diagnosen für Betroffene?
- Wie wird Autismus von weiblich sozialisierten Personen erlebt?
- Wie kann sich Autismus bei weiblich gelesenen Personen ausdrücken?
- Wie können Fachkräfte im pädagogischen und psychosozialen Alltag sensibel, wirksam und bedürfnisorientiert unterstützen?
Nach einem kurzen historischen und theoretischen Überblick beschäftigen wir uns mit Besonderheiten im Erleben, Verhalten und in den Lebensrealitäten weiblich gelesener Autist*innen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf häufigen Kookkurrenzen (Komorbiditäten) sowie auf der Frage, wie sich unterschiedliche Neurotypen in Kombination auswirken können.
Darauf aufbauend betrachten wir spezifische Bedürfnisse und diskutieren passende Unterstützungsansätze für unterschiedliche berufliche Kontexte. Dabei beziehen wir neben individuellen Lebensrealitäten auch gesellschaftliche Erwartungen an weiblich sozialisierte Personen sowie feministische Perspektiven ein.
Praxisorientierung und Austausch
Ein besonderer Fokus liegt auf der praktischen Anwendbarkeit:
Die kleine Gruppengröße (max. 10 Teilnehmende) ermöglicht einen persönlichen und geschützten Rahmen. Die Teilnehmenden sind eingeladen Bezüge zur eigenen beruflichen Praxis herzustellen, Fallbeispiele zu reflektieren, Erfahrungen einzubringen und neue Handlungsideen zu entwickeln.
Der Workshop wird durch eine zweistündige Diskussion mit zwei autistischen, weiblich gelesenen Selbstbetroffenen ergänzt. In diesem Rahmen haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen direkt an die Expert*innen – die Selbstbetroffenen zu richten.
Bitte beachtet, dass der Workshop sich mit den Lebensrealitäten von weiblich gelesenen Personen mit durchschnittlicher oder überdurchschnittlicher Intelligenz beschäftigt.
Ziele des Workshops
- Überblick über die historische Entwicklung des Autismusverständnisses mit Fokus auf weiblich gelesenen Personen
- Kritische Auseinandersetzung mit gängigen Diagnostikkriterien und deren Grenzen bei Mädchen* und Frauen*
- Sensibilisierung für häufige Kookkurrenzen (Komorbiditäten), z. B. ADHS, Angststörungen, Essstörungen, Depressionen, PDA
- Reflexion der individuellen und strukturellen Folgen fehlender oder falscher Diagnosen
- Kennenlernen von Besonderheiten, Bedürfnissen und Unterstützungsansätzen für autistische Mädchen* und Frauen*
- Weiterentwicklung eigener professioneller Haltungen und Handlungsmöglichkeiten
- Vertieftes Verständnis für weiblich sozialisierte autistische Lebensrealitäten durch direkten Austausch mit Selbstbetroffenen
Rahmenbedingungen:
Termine:
- Samstag, 10.10.2026 | 14:00–18:00 Uhr
- Sonntag, 11.10.2026 | 10:00–19:00 Uhr
- Samstag, 17.10.2026 | 14:00–17:00 Uhr
Die Termine können sich bei Bedarf ändern. In diesem Fall werden die Teilnehmenden rechtzeitig informiert. Kann ein Ersatztermin nicht wahrgenommen werden, erfolgt eine Kulanzlösung bzw. eine Refundierung.
Ort:
Zentrum neu:blick autismus
Wimbergergasse 25/1, 1070 Wien
Teilnehmendenzahl:
- Mindestanzahl: 8 Personen
- Maximalanzahl: 10 Personen
Kosten:
Gesamtkosten pro Person: 502 Euro
5 % der Einnahmen werden an den Verein im spektrum gespendet, der von Hristina Hristova und Kathi Runda ehrenamtlich unterstützt wird.
Kleine Verpflegung an den Seminartagen ist inkludiert.
Für Sonntag, den 11.10.2026, kann ein gemeinsames Mittagessen organisiert werden (Kosten dafür sind von den Teilnehmenden selbst zu tragen).
Am Ende des Workshops erhalten alle Teilnehmenden ein kleines Teilnahmegeschenk.
Die Anmeldung für den Workshop ist verbindlich. Die Kosten können auf Wunsch in zwei Teilrechnungen bezahlt werden. Eine Platzübertragung ist möglich.
Workshopleitung
Hristina Hristova:
Hristina arbeitet seit vielen Jahren mit autistischen Menschen in unterschiedlichen pädagogischen und psychosozialen Arbeitsfeldern. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der Arbeit mit autistischen Mädchen* und Frauen*. Sie leitet Sozialkompetenzgruppen mit ihrer Kollegin, bietet Einzelförderung an und begleitet autistische Frauen* in unterschiedlichen Lebensphasen.
Darüber hinaus setzt sie sich intensiv mit Themen der weiblichen Sozialisation, feministischen Perspektiven sowie körperlichen und hormonellen Aspekten auseinander.
Ihr Ansatz ist individuell, bedürfnis- und beziehungsorientiert und geprägt von einem tiefen Verständnis für neurodivergente Lebensrealitäten.
In diesem Workshop bringt sie ihre fachliche Perspektive ein und teilt praxisnahe Erfahrungen sowie konkrete Unterstützungsinstrumente für die Arbeit mit autistischen Mädchen* und Frauen*.
Timna Scholler:
Timna Scholler (29) queere AuDHS Person die seit 4 Jahren als Schulassistentin im Fachbereich Autismus arbeitet.
Währenddessen studiert sie im Unterrichtsfach inklusive Pädagogik, Germanistik und katholische Theologie auf der Universität Wien.
Dazu passend sind ihre Spezialinteressen Sprache, Literatur und Religion. Ihre Diagnosen hat sie erst spät im jungen Erwachsenenalter erhalten vor etwa 3 Jahren.
Seitdem versteht sie sich selbst besser und beschäftigt sich ausgiebig mit der internationalen Online Autismus Community.
Kathi Runda:
Kathi ist Mutter zweier Kinder und wurde erst im Erwachsenenalter gemeinsam mit ihrem Sohn diagnostiziert. Sie hat Psychologie studiert, ist heute aber selbstständig im IT-Bereich tätig.
Ihr sind verschiedene soziale und ethische Themen sehr wichtig. So engagiert sie sich unter anderem für selbstbestimmte Bildung, Tierschutz, Gleichberechtigung und Inklusion auf verschiedensten Ebenen und setzt sich für eine autismus-freundlichere Gesellschaft ein, in der jede Person sich so zeigen darf, wie sie ist. Dabei liegen ihr die Lebensrealitäten von Kindern und weiblich gelesen Personen ganz besonders am Herzen.
Orientierungs- & Praxisworkshop nach der Diagnose Autismus Spektrum. Workshop für Eltern, deren Kinder die Diagnose Autismus- Spektrum neu bekommen haben
Eine Autismus-Diagnose wirft viele Fragen auf.
Was bedeutet das konkret für unseren Alltag?
Was braucht mein Kind – und was brauchen wir als Familie?
Oft erhalten Eltern mit der Diagnose Autismus-Spektrum nur eine kurze Aufklärung über Verhaltensweisen, eine Vielzahl an Empfehlungen zu autismusspezifischen Fördermethoden – und anschließend lange Wartezeiten. Zu Hause bleiben viele Fragen offen und eine spürbare Unsicherheit zurück:
Was können wir jetzt tun?
Gleichzeitig finden sich online unzählige Informationen – von sehr ermutigenden Erfahrungsberichten über fragwürdige Therapieansätze bis hin zu verunsichernden, negativen Prognosen. Eine zentrale Frage bleibt dabei häufig unbeantwortet:
Wie geht es meinem Kind – und wie kann ich es im Alltag gut unterstützen?
Genau damit beschäftigen wir uns in diesem Workshop.
Dieser Workshop richtet sich an Eltern, die nach einer Autismus-Diagnose Orientierung suchen. Gemeinsam werfen wir einen praxisnahen Blick auf die Autismus- Diagnose, alltagstaugliche Unterstützungsansätze wie TEACCH, Unterstützte Kommunikation (UK) und strukturierende Hilfen – immer mit Fokus auf das individuelle Kind, die Familie und die vorhandenen Ressourcen.
Ziel des Workshops ist es, Sicherheit zu gewinnen, das eigene Kind besser zu verstehen und erste, machbare Schritte für den Alltag zu entwickeln – ohne Überforderung und ohne „richtig oder falsch“.
Ziele des Workshops:
Der Workshop unterstützt Eltern dabei, nach der Autismus-Diagnose Orientierung zu gewinnen, Sicherheit im Alltag zu entwickeln und ihr Kind besser zu verstehen.
- Verstehen: Was bedeutet Autismus eigentlich?
- Überblick über die Entwicklung des Autismusverständnisses
- Kritische Auseinandersetzung mit gängigen Diagnostikkriterien und deren Grenzen
- Einordnung und Auflösung häufiger Missverständnisse über Autismus
- Vertieftes Verständnis für Autismus als neurodivergente Wahrnehmungs- und Erlebensweise
- Verhalten verstehen statt bewerten
- Kennenlernen typischer Besonderheiten und Bedürfnisse autistischer Kinder
- Verhalten als Form von Kommunikation verstehen
- Warum bestimmte Verhaltensweisen entstehen – und was sie ausdrücken wollen
- Alltag konkret gestalten
- Kennenlernen alltagstauglicher Unterstützungsansätze nach dem TEACCH-Ansatz
- Wie Struktur, Visualisierung und Vorhersehbarkeit eingeführt werden können
- Warum manche Methoden oder Ideen im Alltag nicht funktionieren – und was stattdessen helfen könnte
- Umgang mit Situationen, in denen das Kind scheinbar „nichts machen will“ (z. B. bei PDA-Profilen)
- Kommunikation ermöglichen
- Einführung in die Unterstützte Kommunikation (UK)
- Warum Kommunikation mehr ist als gesprochene Sprache
- Wie Kommunikation im Alltag gestärkt werden kann – unabhängig vom Sprachniveau
- Das Kind im Kontext der Familie
- Unterstützungsmöglichkeiten für die gesamte Familie
- Entlastung im Alltag und Stärkung der elterlichen Rolle
- Sensibilisierung für häufige Komorbiditäten (z. B. ADHS, PDA, Sprachentwicklungsstörungen)
- Unterstützung über den Familienalltag hinaus
- Überblick über externe Unterstützungsangebote
- Informationen zu erhöhter Familienbeihilfe, Pflegegeld und weiteren Hilfsangeboten
- Einordnung von Projekten, Förderstellen und Beratungsangeboten
Bitte beachten Sie, dass dieser Workshop sich mit den Lebensrealitäten von Kindern bis 7 Jahre beschäftigt, die möglicherweise auch eine Sprach- bzw. kognitive Beeinträchtigung haben.
Während des Workshops gibt es die Möglichkeit, einige Beispiele der Teilnehmenden im Rahmen verschiedener Übungen zu besprechen. Der Workshop ersetzt jedoch keinesfalls eine personalisierte Beratung zu einzelnen Situationen, sondern vermittelt vielmehr allgemeine Instrumente und Ideen, um die eigenen Kinder zu unterstützen.
Rahmenbedingungen:
Termine:
- Samstag, 21.11.2026 | 14:00–18:00 Uhr (Hristina Hristova)
- Sonntag, 22.11.2026 | 10:00–19:00 Uhr (Hristina Hristova)
- Samstag, 12.12.2026 | 14:00–17:00 Uhr (Hristina Hristova)
- Sonntag, 13.12.2026 | 10:00–19:00 Uhr (Barbara Wagner)
Die Termine können sich bei Bedarf ändern. In diesem Fall werden die Teilnehmenden rechtzeitig informiert. Kann ein Ersatztermin nicht wahrgenommen werden, erfolgt eine Kulanzlösung bzw. eine Refundierung.
Ort:
Zentrum neu:blick autismus
Wimbergergasse 25/1, 1070 Wien
Teilnehmendenzahl:
- Mindestanzahl: 8 Personen
- Maximalanzahl: 10 Personen
Kosten:
Gesamtkosten pro Person: 592,50 Euro
Bei Erreichen der Mindestteilnehmendenzahl von 8 Personen wird ein Platz zu einem Sozialtarif von 296 Euro vergeben, um auch benachteiligten Familien die Teilnahme zu ermöglichen. Die Vergabe dieses Platzes erfolgt in Absprache mit Kolleg*innen.
Kleine Verpflegung an den Seminartagen ist inkludiert.
Für die Sonntage, den 22.11.2026 und 13.12.2026, kann ein gemeinsames Mittagessen organisiert werden (Kosten dafür sind von den Teilnehmenden selbst zu tragen).
Am Ende des Workshops erhalten alle Teilnehmenden ein kleines Teilnahmegeschenk.
Die Anmeldung für den Workshop ist verbindlich. Die Kosten können auf Wunsch in zwei oder drei Teilrechnungen bezahlt werden. Eine Platzübertragung ist möglich.
Workshopleitung:
Hristina Hristova:
Seit vielen Jahren begleitet Hristina autistische Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie deren Familien – sowohl im Einzel- als auch im Gruppen-Setting. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Elternbegleitung, der Entwicklung alltagstauglicher Unterstützungsstrategien und dem reflektierten Umgang mit Herausforderungen und Ressourcen im familiären Alltag und außerhalb den Fördersetting.
Hristina gestaltet zudem Workshops zu verschiedenen autismusbezogenen Themen. Sie ist aktiv in der Fachcommunity vernetzt, war Mitwirkende an Projekten mit Selbstbetroffene wie dem Autismus-Manual „Alles was du über Autismus wissen musst“ (im Rahmen des Projekts „Aut of The Box“) und arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung ihres Zugangs, der stark geprägt ist von neuroaffirmativen, beziehungs- und ressourcenorientierten Haltungen.
Im Zentrum ihrer Arbeit steht das Anliegen, autistische Menschen und ihre Familien zu stärken, Perspektiven zu erweitern und gemeinsam alltagspraktische Wege zu finden – immer mit Respekt für individuelle Bedürfnisse und Lebenswirklichkeiten.
Barbara H. Wagner:
Barbara ist Bildungswissenschaftlerin und Sozialarbeiterin mit Schwerpunkt auf der Arbeit mit Kindern und Familien im Autismus-Spektrum. Als Fachkraft für Unterstützte Kommunikation, das PDA-Profil und als Absolventin des TEACCH-Lehrgangs verfolgt sie einen pädagogisch-sozialarbeiterischen Ansatz, der Entwicklung und Verhalten im Zusammenhang mit individuellen Bedürfnissen, Erfahrungen und dem sozialen Umfeld versteht. Neben ihrer Tätigkeit in freier Praxis ist sie wissenschaftlich tätig und bereitet eine Promotion vor. Ziel ihrer Arbeit ist es, auf Grundlage eines lösungs- und ressourcenorientierten Verständnisses Familien im Fachbereich Autismus zu stärken, Handlungssicherheit zu fördern und gemeinsam passgenaue, alltagsnahe Lösungen zu entwickeln. Dabei verbindet sie fachliche Expertise mit erfahrungsbasiertem Verständnis aus eigener neurodivergenter Perspektive.















